Dokumentation – Stop G7 Elmau https://www.stop-g7-elmau.info Fri, 19 Aug 2016 00:44:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.9.16 Der „Aufrechte Gang“ für Bernhard Raubal https://www.stop-g7-elmau.info/2016/08/19/der-aufrechte-gang-fuer-bernhard-raubal/ Fri, 19 Aug 2016 00:43:29 +0000 http://www.stop-g7-elmau.info/?p=1624 Die Humanistische Union Südbayern zeichnet besonderes Engagement mit dem Preis „Der Aufrechte Gang“ aus.

In diesem Jahr entdeckte sie dafür den Verpächter der Garchinger Wiese für das „Stopp-G7-Camp“, Bernhard Raubal – eine ausgesprochen gelungene Wahl.

Die Preisverleihung findet am 28. September 2016 im Saal des EineWeltHauses München statt, 19:30 Uhr.

Zum Preis: „Gemeint ist der aufrechte Gang von Bürgerinnen und Bürgern, die das Handeln des Staates und anderer gesellschaftlicher Organe, aber auch die öffentlichen Machtansprüche sonstiger ideologischer Gruppierungen nicht kritiklos hinnehmen. Dagegen leisten sie persönlichen Widerstand und verteidigen damit den Geist unseres Grundgesetzes“.

Dafür ist Bernhard Raubal ein gutes Beispiel: Staatsregierung und die Gemeinde veranstalteten ein Trommelfeuer an Einschüchterung gegen das geplante Camp der Gipfelkritiker, ein willkürliches Verbot des Camps musste gerichtlich überwunden werden. Das war aber nur möglich mit der Standhaftigkeit und Verlässlichkeit des Verpächters, der allen Schikanen widerstand – das Camp auf dessen Wiese konnte so durchgesetzt und ausgesprochen erfolgreich durchgeführt werden!

Aus der Begründung: „Die HUMANISTISCHE UNION will Bernhard Anton Raubal auszeichnen, weil er Zivilcourage gezeigt und dafür auch persönliche Nachteile in Kauf genommen hat. Seinem Einsatz für die Verwirklichung des Demonstrationsrechts zollen wir unsere Anerkennung.“

Hier sind die Preisankündigung bei der HU und die Einladung.

Die Verleihung erfolgt durch Dr. Hansjörg Siebels-Horst (HU), die Laudatio trägt York Runte bei, Mitorganisator des Camps.

Die HU bittet für die Teilnahme an dem Abend um Anmeldung bis 10.9.2016

Mehr zur gerichtlichen Durchsetzung des Camps

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Das G7-Camp – ein juristischer, demokratischer Meilenstein https://www.stop-g7-elmau.info/2016/05/23/das-g7-camp-ein-juristischer-demokratischer-meilenstein/ Mon, 23 May 2016 16:40:50 +0000 http://www.stop-g7-elmau.info/?p=1613 Wir erinnern uns – die Vorbereitungen der Proteste beim G7-Gipfel in Elmau waren auch stark geprägt durch die Auseinandersetzungen um die Suche nach einem Campgelände. Letztlich musste die Genehmigung vor Gericht erkämpft werden, und dieser Erfolg erscheint auch jetzt noch als eine bemerkenswerte Sternstunde, die es lohnt, nochmal extra ins Bewusstsein gerufen zu werden. Die Presseinformation vom Verwaltungsgericht sagt nicht alles, wenn es dort nur heißt: „Anti-G7-Camp“ darf errichtet werden.

Im Stop-G7-Elmau Aktionsbündnis, dem Träger der Proteste rund um Elmau, gab es die „Camp-AG“, die für alle Angelegenheiten des Camps aufkam, und deren Vertreter im folgenden aktiv waren.

Zur Dokumentation stellen wir als PDFs hier zur Verfügung
(private Informationen jeweils entfernt):

Zum Beschluss des Verwaltungsgerichts

Das Wesentliche und Neue an der Entscheidung besteht darin, dass das Camp selbst in das Demonstrationsrecht einbezogen wurde!

Zitat: „Auch die [vorher im Text] beschriebenen Vorraussetzungen für eine ausnahmsweise zulässige Vorwegnahme der Hauptsacheentscheidung sind gegeben, da von der Veranstaltung Rechtsschutz  im Wege des Hauptsacheverfahrens nicht zu erlangen ist, so dass das Vorhaben des Antragstellers ohne Gewährung vorläufigen Rechtsschutz scheitern müsste.  Angesichts des in der freiheitlichen Demokratie des Grundgesetzes fundamentalen Rechts der Meinungsäußerung nach Art. 5 GG und der Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit nach Art. 8 GG, zu deren Wahrnehmung in Gestallt der angemeldeten Demonstrationen das geplante Protestcamp in einem infrastrukturellen und organisatorischen Kontext steht, ist ein solches Ergebnis rechtsstaatlich nicht hinnehmbar.“

Mehr weiter unten.

Zu den Einzeltexten

Die Suche im Vorfeld:

Die rhetorischen Mobilmachungen gegen die Proteste sind ja mittlerweile vertraut. Bei der Suche der Camp-AG nach geeigneten Flächen im Herbst schlug von den drei Gemeindeverwaltungen von Anfang unverhohlene Ablehnung entgegen. Innenminister Joachim Herrmann betonte erneut Anfang Mai 2015 im Landtag, er wolle vor und während des G7-Gipfels 2015 auf Schloss Elmau „die Bildung solcher Camps so weit wie möglich verhindern“.

Die drei von der Lage in Frage kommenden Gemeinden Klais, Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald wurden im November ausdrücklich schriftlich nach geeigneten Flächen angefragt, darüber hinaus auch Forstverwaltungen – überall Absagen ohne jede erkennbare Kooperationsbereitschaft (Dok 1, 2).

Immerhin konnte die Flächensuche über die Medien vermittelt werden, und es gab auch solidarische Bürgermeister, allerdings in Gemeinden die zu weit entfernt waren, um ein Camp dort zu errichten. Sie machten aber öffentlich, wie die bayerische Staatsregierung die Gemeinden gegenüber dem Aktionsbündnis mobilisierte, um auch jegliche private Flächenvermietung zu erschweren, und wie sie versuchte den Aktivistinnen möglichst viele Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

(Das intensive Bemühen der Camporganisation um eine kooperative Lösung und die politisch feindselige Gegenkampagne der bayerischen Staatsregierung fanden auch Eingang in den Gerichtsbeschluss, s.u.)

Das Grundstück:

Umso verschnupfter war die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, als es tatsächlich gerade noch rechtzeitig gelang, einen privaten Mietvertrag für ein passendes (wenn auch etwas knapp dimensioniertes) Grundstück abzuschließen, dank eines motivierten Grundstückbesitzers. (Dessen Courage wird inzwischen auch extra anerkannt- s.u.)

Ein Camp („mehr als 3 Zelte“) bedarf einer behördlichen Genehmigung, folglich wurde ein entsprechender Antrag eingereicht (Dok. 3). Die Bürgermeisterin äußerte sich zwar unmittelbar öffentlich heftig ablehnend – der Bescheid ließ aber auf sich warten.

Ihre Erklärungen machten von Anfang an deutlich: Es muss ein Verbot geben, egal wie die Vorwände dafür zusammengesucht werden …

Im Aktionsbündnis gab es ungläubiges Kopfschütteln,  als zum ersten Mal die Hochwasserproblematik als Vorwand für eine Ablehnung kam: Das ist doch offensichtlich unabhängig von einem Bescheid, dass ein Camp bei Hochwassergefahr weichen müsste.

Der Bescheid:

Eine Zeitungsredaktion wußte als erstes am Pfingstmontag vom Verbot und meldete „der Bescheid liegt der Redaktion vor“ – nur das Aktionsbündnis hatte  noch nichts davon in der Hand!

Als dann dieser Bescheid tatsächlich auf dem Tisch lag (Dok. 4), war das schon ein heftiger Schlag: Wohl im Wissen, dass die einzelnen Punkte für sich genommen eigentlich kaum ausreichten, wurde nach Art einer Fleißarbeit alle möglichen Punkte eingesammelt, die man gegen das Camp „unter Umständen“ anführen könnte. Alle möglichen Stellen und Behörden wurden zitiert von Polizei bis Feuerwehr usw. Die Stellungnahmen wurden dann natürlich jeweils zum Nachteil des Camps schlimmst-möglich interpretiert – tatsächliche Handlungsspielräume der Organisation kamen nicht vor. Das war andererseits auch keine Überraschung, schließlich war die Verbissenheit des politischen Establishments längst offenkundig. Besonders würdelos erscheint das Ganze allerdings dann, wenn zur Begründung für ein längst festgelegtes Verbot scheinheilig mit der Sicherheit der Campteilnehmerinnen bei Hochwasser oder anderen Katastrophen argumentiert wird.

Auch bei noch so viel Überzeugung, dass die Punkte willkürlich negativ dargestellt sind, hilft es nichts: Sie müssen für den gerichtlichen Weg diszipliniert, vollständig und „wasserdicht“ abgearbeitet werden, nur so kann es zum Gericht gehen. Vor dieser Aufgabe stand vor allem der Anwalt Dirk Asche in der entscheidenden Woche.

Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung:

Trotz des Zeitdrucks konnte der Antrag sich keine Schwächen erlauben – nicht zuletzt lastete auch auf dem Gericht der politische Druck, es war ein schmaler Grat, der ohne Absturz zu bewältigen war!

Gleichzeitig war es sinnvoll, im Text grundlegende Erläuterungen zu demokratischen Grundrechten anzuführen, die dann auch das Gericht überzeugten – der ganze Antrag lohnt auch deshalb nach wie vor für eine ernsthafte Lektüre!

Die juristische Form erst mal beiseite, wurden folgende Punkte abgehandelt (Dok. 5):

  • Die Notwendigkeit des Camps selbst
  • Die angeführten Argumente für ein Verbot lassen sich durch Auflagen als „milderem Mittel“ beheben.

Dazu wurden einige eigentlich selbstverständliche Aufgaben einer Camporganisation für diesen Antrag noch extra in einer eidesstattlichen Erklärung aufgeführt!

Im Einzelnen:

  1. Überschwemmungsgefahr: Umfangreiche Recherchen auf den öffentlich betriebenen Hochwasserinformationsdiensten widerlegen eine „ernste Bedrohung“, Handlungsmöglichkeiten werden aufgezeigt.
  2. Katastrophenfall/Evakuierung: Im Bescheid wurde behauptet, dass eine evtl. nötige Evakuierung im Katastrophenfall nicht möglich sei – wurde ausführlich widerlegt.
  3. Gefahr für Eigentum Dritter

Besonders drastisch: Im Verbotsbescheid wurde geschrieben, dass sich Anlieger schriftlich zum geplanten Zeltlager geäußert hätten – eine frei erfundene Behauptung!

Alle weiteren Behauptungen im Bescheid sind abstrakte Vermutungen (bzw. Unterstellungen) ohne konkrete Belegbarkeit!

Zitat im Antrag: „Der Bürger hat nach diesem Verständnis seine ständige Überwachung durch Staatsorgane zu ermöglichen, will er in den Genuss des Rechts kommen, mit anderen Bürgern zusammenzukommen. Diese Sichtweise ist so haltlos wie widerwärtig, da sie das Recht auf Zusammenkunft von Personen von deren Überwachung abhängig macht“.

Eine Beschädigung von Nachbargrundstücken wird schon von der Camporganisation im Eigeninteresse entgegengewirkt (so war ein extra Zaun bereits beschafft, dessen Einsatz dann originellerweise per Auflage ausgeschlossen wurde).

Im Antrag wird der vorliegende Bescheid insgesamt so gewertet:

„Die Argumentation des Antragsgegners legt nahe, dass es ihm in erster Linie um eine Verhinderung der Errichtung des Zeltlagers geht, nicht zuletzt durch die späte Zustellung des Bescheids und die damit einhergehende Einschränkung der Rechtsschutzmöglichkeiten hiergegen. So wurde der Bescheid bereits am 22.5.2015 fertiggestellt. Die Zustellung erfolgte erst an 27.5.2015, was eine gerichtliche Abhilfe durch einstweiligen Rechtsschutz noch vor 1.6.2016 geradezu unmöglich macht.“

Der Verbotsbescheid zeichnet sich auch durch viele innere Widersprüche aus.

Fazit: „Jedenfalls sind sämtliche vom Antragsgegner angeführten Befürchtungen durch die Erteilung von Auflagen zu beseitigen und als milderes Mittel zu einer völligen Versagung der Erlaubnis vorzuziehen“

  1. Im Antrag wird richtig festgestellt „Regelrecht zynisch wird es, wenn der Antragsgegner den Antragsteller darauf verweist, das Zeltlager könne auf anderen, besser geeigneten Flächen errichtet werden. Eine solche Fläche zu suchen sei dem Antragsteller zumutbar.
    Dies ist eine Verhöhnung sämtlicher im Vorfeld der vorliegenden Zeltlageranmeldung erfolgten Anstrengungen des Antragstellers.“

Weitere Zitate:

„Völlig unberücksichtigt in den Überlegungen des Antragsgegners bleibt weiterhin die Bedeutung von Art. 8 GG. Zwar ist die Errichtung eines Zeltlagers nicht unmittelbar vom Grundrecht der Versammlungsfreiheit umfasst, jedoch ist vorliegend zu berücksichtigen, dass die an den vor Ort angemeldeten Versammlungen gegen den G7-Gipfel interessierten Personen, ohne die Unterbringung in angemessener Nähe zu den Versammlungen, faktisch daran gehindert wären an den Versammlungen teilzunehmen.“

und: „Obwohl der Antragsgegener dies erkannt hat – er spricht auf S. 7 explizit davon – hat er sich damit nicht auseinandergesetzt“.

„ .. Denn hier geht es nicht um ein Lager zum Genuss der Naturschönheiten des Werdenfelser Landes, sondern um die Ermöglichung der Wahrung elementarer Grundrechte.“

 Der Gerichtsentscheid:

Die Entscheidung (Dok. 6) erreichte das Aktionsbündnis Dienstag, 2.6. nachmittag – der Aufbaubeginn u.a. mit der Anlieferung der Mobiltoiletten war für Montag, 1.6. vorgesehen….

In dieser Phase lief noch ein makabrer Eiertanz mit den bestellten Mobiltoiletten, mit ausgiebiger Medienbeteiligung: Außer der Campwiese hatte das Aktionsbündnis diverse befestigte Plätze für Dauerkundgebungen mit Verpflegungsmöglichkeiten und Toiletten angemeldet. Diese wurden mit Auflagen „ohne Übernachtungen“ – aber auch durchgehend zu spät – beschieden. Selbst dort wurde zunächst polizeilich gegen die Toilettenaufstellung vorgegangen, obwohl wenigstens für diese „Dauerkundgebungen“ mündlich bereits ein Genehmigungsbescheid angekündigt und die Vorgehensweise abgesprochen war …

Also waren alle Beteiligten zum Äußersten gespannt, die angereisten Volksküchen, die Großzelte vom MC Kuhle Wampe, die Sanitäter parkten alle erst mal irgendwo ohne etwas auspacken zu können.

Umso sensationeller wurde dann der Gerichtsbeschluss aufgenommen – die gemietete Wiese wurde tatsächliche erst zu diesem Zeitpunkt für das Camp eingerichtet, und das rasant! Dienstag Abend gab es für die  Aktiven auf der Wiese bereits das erste Pasta-Gericht!

Der Beschluss, Kernsatz: „Der Antragsgegner wird im Wege der einstweiligen Anordnung verpflichtet, die Errichtung und den Betrieb des Schreiben des Antragstellers vom 1. Mai 2015 beantragten Anti-G7-Camps (Zeltlagers) auf dem Grundstück .. ab sofort bis 11. Juni 2015 mit bis zu ca. 1000 Teilnehmern zu dulden“.

Im Text würdigt das Gericht zunächst ausdrücklich die langwierigen Bemühungen um Campflächen – und ebenso die gezielten Gegenaktivitäten der Behörden!

Die Stellungnahmen vom Wasserwirtschaftsamt und Polizei werden betrachtet, ergänzender Schriftverkehr wird angeführt, dann heißt es: „Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung … ist zulässig und hat ganz überwiegend Erfolg.“

Ebenso wie der Anwaltstext muss sich das Gericht mit den Hochwasserargumenten („HQ100 – einmal in 100 Jahren“) auseinandersetzen, usw.

Die eidesstattliche Erklärung für die Camporganisation wird ausdrücklich herangezogen.

In der Auseinandersetzung um die politischen Aktionsankündigungen und denkbare rechtswidrige Vorfälle bestätigt das Gericht: “Die rechtstaatliche sicherheitsrechtliche Reaktion darauf kann aber nur im absoluten Ausnahmefall im repressiven Totalverbot des Camps bestehen“. .. „Das Camp steht wie erwähnt im infrastrukturellen und organisatorischen Kontext zur Ausübung der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Mangels konkreter Hinweise kann nicht unterstellt werden, dass alle oder im Wesentlichen alle Teilnehmer des Camps gewaltorientierte oder gewaltbereite Personen sein werden.“

Also ein erfreulich klares Ergebnis. Es sind im Verfahren noch weitere schwierige Vorgänge zum Zufahrtsrecht etc. und den weiteren Auflagen enthalten, alles war nötig – bitte selber nachlesen!

Die Camp-AG wie das ganze Bündnis sind der Kanzlei Wächter und natürlich insbesondere Dirk Asche zu großem Dank verpflichtet!

Dieser Erfolg wurde durch den Campverlauf die folgenden Tage aufs prächtigste unterstrichen: Es gab neben dem ungebrochenen Medieninteresse auch regen Besucherverkehr der örtlichen Bevölkerung, für die auch eigens Camp-Führungen liefen neben vielen sonstigen höchst positiven Kontakten. Die Zusammenarbeit mit städtischen Einrichtungen wg. Wasser/Abwasser/Abfall war von Anfang an ok,  selbst die Bürgermeisterin arrangierte sich nach dem Gerichtsentscheid mit dem Camp. So war sogar die Camp-Erweiterung um eine Nachbarwiese in letzter Minute möglich – wenige Tage vorher unvorstellbar, aber gleichzeitig auch Ergebnis einer gelungenen „Nachbarschaftspflege“ für das Camp.

Das bewährte sich auch bei der heftigsten Belastungsprobe – als gleichzeitig ein Wolkenbruch die Campwiese überschwemmte (nein, kein Hochwasser – die Loisach blieb unten!) und die Blitzgefahr im Gewitter tatsächlich dramatisch eskalierte bis zur Beinahe-Evakuierung. Die Hilfsbereitschaft im Ort war eindrucksvoll und half, den Stress gemeinsam zu bewältigen.

Nachtrag:

Auch passend zum Jahrestag der Ereignisse hat  die Humanistische Union die fabelhafte Idee – sie hat eine besondere Auszeichnung zu vergeben, den „Preis für den Aufrechten Gang“. Für dieses Jahr geht dieser Preis an Bernhard Raubal, den Vermieter der Camp-Wiese – wunderbar!

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PM 06.06 7.500 auf Stop-⁠G7-⁠Demonstration +++ Massive Polizeiangriffe +++ https://www.stop-g7-elmau.info/2015/06/06/pm-06-06-7-500-auf-stop-%e2%81%a0g7-%e2%81%a0demonstration-massive-polizeiangriffe/ https://www.stop-g7-elmau.info/2015/06/06/pm-06-06-7-500-auf-stop-%e2%81%a0g7-%e2%81%a0demonstration-massive-polizeiangriffe/#respond Sat, 06 Jun 2015 16:56:50 +0000 http://www.stop-g7-elmau.info/?p=1577
7.500 auf Stop-⁠G7-⁠Demonstration +++ Massive Polizeiangriffe +++Am Samstag mittag demonstrierten etwa 7.500 Menschen gegen den G7-Gipfel in Elmau.

Die Demonstration war von bunten und lautstarken Protesten geprägt, unzählige kreative Seitentransparente und viele kleine Kunstaktionen begleiteten die Demo. Während der Zwischenkundgebung gab es ein Aktionstheater auf der Bühne des vordersten Lautsprecherwagens. Dabei provozierte die Polizei eine Rangelei und griff anschließend die Demonstration massiv mit Schlagstöcken und Pfefferspray an. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, einige davon schwer. Mehrere Presseberichterstatter berichteten über soziale Medien, sie seien ebenfalls von der Polizei tätlich angegriffen worden.
Simon Ernst, Pressesprecher des Bündnisses erklärt:
„Selbst 20km vom Gipfelort sind Proteste unerwünscht Ausgerechnet während wir unsere inhaltliche Kritik an dem täglichen Massenmord im Mittelmeer und den Kriegseinsätzen der G7-Staaten in einem Theaterstück darstellten, griff die Polizei unsere Demonstration an. Die brutalen Polizeiangriffe waren durch nichts gerechtfertigt. Die Verantwortung für die Eskalation liegt eindeutig bei der Polizei! Polizisten schlugen auf sitzende Menschen ein. Die DemonstrantInnen haben sich lediglich versucht vor der enthemmten Polizeigewalt zu schützen und ihre angemeldete Demonstration zu verteidigen.“ Unter dem Eindruck der massiven Polizeigewalt zog sich die Demonstration in Richtung der Auftaktkundgebung am Bahnhof Garmisch zurück. Die Polizei griff mehrmals die sich zurückziehenden DemonstrantInnen an.

Das Bündnis Stop G7 Elmau wird um 19:30 eine Pressekonferenz mit VertreterInnen des Protestbündnisses und Rechtsanwältinnen des Anwältlichen Notdienstes/Legal Team durchführen.

Pressekonferenz, 19:30 Uhr
Lodge am Hausberg 3, Garmisch-⁠Partenkirchen

Weitere Informationen zum Bündnis Stop G7 Elmau unter:

www.stop-g7-elmau.info

CG1Hlp4XAAAs5Sz CG03WoSWoAAwZ7e CG03WuWWoAEhiWecops-bild
presse@stop-g7-elmau.info
Telefonische Anfragen über unser Pressetelefon unter der Nummer:
0179/⁠⁠1784491
Oder an die PressesprecherInnen persönlich:Georg Ismael 0157/⁠⁠8061163
Cornelia Teller (0176/⁠⁠84685437)
Simon Ernst (0151/⁠⁠15431550)
Benjamin Ruß (0176/⁠⁠83173177)

https://www.facebook.com/pages/AktionsB%C3%BCndnis-Stop-G7-Elmau/334015116774643
https://twitter.com/stopg7elmau

Mit freundlichen Grüßen

Das Presse-⁠Team

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https://www.stop-g7-elmau.info/2015/06/06/pm-06-06-7-500-auf-stop-%e2%81%a0g7-%e2%81%a0demonstration-massive-polizeiangriffe/feed/ 0
PM 06.06 Stop G7 Demonstration am Samstag in Garmisch +++ Überblick über Aktionen und Pressetermine +++ Starke Proteste am Freitag +++ Camp wächst https://www.stop-g7-elmau.info/2015/06/06/pm-06-06-stop-g7-demonstration-am-samstag-in-garmisch-ueberblick-ueber-aktionen-und-pressetermine-starke-proteste-am-freitag-camp-waechst/ https://www.stop-g7-elmau.info/2015/06/06/pm-06-06-stop-g7-demonstration-am-samstag-in-garmisch-ueberblick-ueber-aktionen-und-pressetermine-starke-proteste-am-freitag-camp-waechst/#respond Sat, 06 Jun 2015 06:57:20 +0000 http://www.stop-g7-elmau.info/?p=1564
Stop G7 Demonstration am Samstag in Garmisch +++ Überblick über Aktionen und Pressetermine +++ Starke Proteste am Freitag +++ Camp wächst

 

Nach dem starken Beginn der Proteste in den vergangenen Tagen erwartet das Bündnis Stop G7 Elmau eine große und kraftvolle Demonstration am Samstag. Ab 12 Uhr beginnt die Auftaktkundgebung am Bahnhof Garmisch-Partenkirchen. Um 14 Uhr startet die Demonstration durch Garmisch u.a. über die B2. Für 17 Uhr ist die Abendkundgebung mit internationalen RednerInnen und Kulturprogramm geplant. Aus dem gesamten Bundesgebiet werden DemonstrantInnen mit Bussen anreisen, u.a. aus Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Cornelia Teller, Pressesprecherin des Bündnisses: „Wir werden den Schwung aus den vergangenen Tagen mitnehmen und ein klares Zeichen gegen die Politik der G7 setzen“. Simon Ernst ergänzt: „Unser Protest ist vielfältig. Auch Blockaden und Aktionen des Zivilen Ungehorsams gehören dazu. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen Kräften die sich mit ihren Aktionen gegen den Gipfel richten und werden uns nicht spalten lassen“.

Überblick zur Stop G7 Demonstration am Samstag in Garmisch-Partenkirchen:

12 Uhr Auftaktkundgebung am Bahnhof Garmisch-⁠Partenkirchen
14 Uhr Demonstration, u.a. über die B2
17 Uhr Abendkundgebung am Bahnhof Garmisch-⁠Partenkirchen

Überblick über Pressetermine am Samstag in Garmisch-⁠Partenkirchen:

10-⁠11 Uhr: Offene Pressestunde vor dem Protestcamp
13:30 Uhr: Pressetermin mit Möglichkeit für Interviews bei Auftaktkundgebung am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen
15:30 Uhr: Pressekonferenz bei der Zwischenkundgebung der Demonstration Mittenwalder- bis Abzweigung Wildenauerstraße
18:30 Uhr: Pressekonferenz nach Abschluss der Demonstration, Lodge am Hausberg 3, Garmisch-Partenkirchen
Abhängig vom Verlauf unserer Aktionen können sich Uhrzeiten und Orte der Pressekonferenzen bei der Zwischenkundgebung und nach Abschluss der Demonstration unter Umständen ändern. Bitte achten Sie auf aktuelle Ankündigungen über die unten angebenen Kanäle.

400 AktivistInnen demonstrierten am Freitag vor dem militaristischen Thinktank Marshall Center in Garmisch-Partenkirchen gegen die Kriege von NATO und G7. Als Ausdruck ihrer Kritik an Militär und Rüstungsindustrie verbrannten sie vor dem Marshall Center einen selbstgebastelten Panzer aus Pappe. Die Stimmung im Protestcamp blieb den ganzen Tag über lebendig und aktivistisch. Zahlreiche Besuche, Essens- und Sachspenden stärkten das freundschaftliche Verhältnis zwischen den BewohnerInnen von Camp und Garmisch-Partenkirchen. Da absehbar wurde, dass die Zahl der CamperInnen auf über 1.000 Menschen anwachsen wird, einigte sich das Protestbündnis mit einem Landwirt auf die Nutzung einer weiteren an das Camp angrenzenden Wiese.

Am Abend traf die traurige Nachricht über ein Bombenattentat auf die Wahlkundgebung des linken Wahlbündnisses HDP in Amed/Diyarbakir ein, bei dem mehrere Menschen starben und Hunderte verletzt wurden. Bis zu 1000 AktivistInnen beschlossen nach einer Vollversammlung im Camp ihre Solidarität mit den Opfern, sowie der linken und kurdischen Bewegung in einer Spontandemonstration vom Protestcamp zum Garmischer Bahnhof auszudrücken. Benjamin Ruß erklärt: „Unsere Solidarität ist grenzenlos – mit allen die gegen Krieg, Repression und für ein solidarisches Miteinander einstehen.“

Weitere Informationen zum Bündnis Stop G7 Elmau unter:

www.stop-g7-elmau.info

Presseanfragen bitte an:
presse@stop-g7-elmau.info
Telefonische Anfragen über unser Pressetelefon unter der Nummer:
0179/⁠1784491

Oder an die PressesprecherInnen persönlich:Georg Ismael 0157/⁠8061163
Cornelia Teller (0176/⁠84685437)
Simon Ernst (0151/⁠15431550)
Benjamin Ruß (0176/⁠83173177)

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PM 05.06 Jayati Ghosh durch Polizeikontrollen aufgehalten +++ Schikanen gegen Sanitäter und anreisende Demonstranten +++ 400 Menschen bei antimilitaristischer Demo https://www.stop-g7-elmau.info/2015/06/05/pm-05-06-jayati-ghosh-durch-polizeikontrollen-aufgehalten-schikanen-gegen-sanitaeter-und-anreisende-demonstranten-400-menschen-bei-antimilitaristischer-demo/ Fri, 05 Jun 2015 12:24:46 +0000 http://www.stop-g7-elmau.info/?p=1558 Jayati Ghosh durch Polizeikontrollen aufgehalten +++ Schikanen gegen Sanitäter und anreisende Demonstranten +++ 400 Menschen bei antimilitaristischer Demo

Die Ökonomin Jayati Ghosh wurde vier Stunden durch Polizeikontrollen daran gehindert, zu der angemeldeten Kundgebung am Hauptbahnhof in Garmisch-Partenkirchen zu kommen, bei der sie als Rednerin auftreten sollte. Jayati Ghosh war eine der Hauptrednerinnen beim Alternativgipfel in München und hat sich von dort auf den Weg nach Garmisch-Partenkirchen gemacht, um beim Tag der Internationalen Solidarität am Bahnhof Garmisch zu sprechen. Unterwegs wurde sie gemeinsam mit fünf Begleitautos dreimal in Folge durch Polizeikontrollen stundenlang aufgehalten.
Inzwischen ist ist Jayati Gosh durch die letzte Polizeikontrolle durchgelassen worden und wird um 14:30 auf der Kundgebung am Hauptbahnhof in Garmisch-Partenkirchen als Rednerin auftreten. Um 16:00 Uhr wird sie bei der internationalen Pressekonferenz sprechen. Die Abschlusskundgebung vom Tag der Internationalen Solidarität wird um 17:00uhr beginnen.

Auch drei Sanitäter, wurden auf dem Weg von München nach Garmisch stundenlagen schikanösen Polizeikontrollen unterzogen. Sie berichteten, dass die Polizei drohte ihre Schutzkleidung zu beschlagnahmen und ihre Kennzeichnung als Sanitäter anzweifelten. In Garmisch-Partenkirchen wiederholte sich die Prozedur ein weiteres Mal. Dies erinnert an ähnliche Schikanen gegen Journalisten in den vergangenen Tagen. Benjamin Ruß, Pressesprecher des Bündnisses Stop G7 Elmau: „Wir fordern die Polizei auf, die Schikanen und Provokationen sofort zu stoppen und endlich einen freien Zugang zum Protestcamp und zu unseren angemeldeten Kundgebungen zu gewährleisten.“

Unterdessen demonstrierten 400 Menschen in Garmisch-Partenkirchen vom Protestcamp zum NATO-Thinktank Marshall Center. Durch lautstarke Parolen und Redebeiträge brachten sie ihre Ablehnung von Kriegseinsätzen und Rüstungsindustrie zum Ausdruck. Benjamin Ruß: „Militarisierung und Kriegseinsätze nach außen, Repression und Missachtung von Demonstrationsrechten nach innen. Das sind zwei Seiten einer Medaille in der Politik der G7.“

Weitere Informationen zum Bündnis Stop G7 Elmau unter:

www.stop-g7-elmau.info

Presseanfragen bitte an:
presse@stop-g7-elmau.info
Telefonische Anfragen über unser Pressetelefon unter der Nummer:
0179/1784491.

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Gegner des G7-Gipfels angezeigt https://www.stop-g7-elmau.info/2015/02/18/gegner-des-g7-gipfels-angezeigt/ Wed, 18 Feb 2015 15:59:37 +0000 http://www.stop-g7-elmau.info/?p=532 Garmisch-Partenkirchen: Nach dem „Spaziergang“ am Sonntag, 15.2.2015 von etwa 30 Gegner*innen des geplanten G7-Gipfels in Elmau ist der Organisator der Veranstaltung von der Polizei angezeigt worden. Ermittelt werde gegen ihn wegen zweier Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, so die Polizei.

Quelle: www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/meldungen-oberbayern-100.html

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BR-Reportage zu den Gipfel-Vorbereitungen https://www.stop-g7-elmau.info/2014/12/17/br-reportage-zu-den-gipfel-vorbereitungen/ Wed, 17 Dec 2014 00:01:21 +0000 http://www.jpberlin.de/www.stop-g7-elmau.info/wordpress/?p=370 Das Bayerische Fernsehen sendete am 8.12.2014 in der Reihe „Jetzt mal ehrlich“ eine Reportage über die Vorbereitungen zum G7-Gipfel und hinterfragte dort den Sinn des Gipfels und die Auswirkungen auf die Region. Auch ein Aktivist des Aktiuonsbündnisses kommt zu Wort. Der Beitrag ist in der BR-Mediathek abrufbar: G7-Gipfel in Elmau: Fluch oder Segen? (45 Minuten).

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Unterzeichnet den Aufruf! https://www.stop-g7-elmau.info/2014/10/29/unterzeichnet-den-aufruf/ Wed, 29 Oct 2014 00:27:33 +0000 http://www.jpberlin.de/www.stop-g7-elmau.info/wordpress/?p=64 Der Aufruf zu den Protesten gegen den G7-Gipfel 2015 ist jetzt in mehreren Sprachen online, weitere Übersetzungen folgen. Bitte unterzeichnet ihn als Organisation bzw. Privatpersonen oder spendet auf das angegebene Konto! Wir brauchen breite Unterstützung, um die Aktionen finanzieren zu können und bedanken uns bei allen, die bereits beigetragen haben. Die Liste der Unterstützenden wird regelmäßig aktualisiert.

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Interview auf Radio LORA 2014-10-19 https://www.stop-g7-elmau.info/2014/10/11/interview-auf-radio-lora-2014-10-19/ Fri, 10 Oct 2014 22:11:14 +0000 http://www.jpberlin.de/www.stop-g7-elmau.info/wordpress/?p=55 Interview mit Benjamin Ruß, Pressesprecher vom Bündnis Stop G7

Das bayerische Innenministerium hat angekündigt beim G7-Gipfel im Juni nächsten Jahres im Schlosshotel Elmau bei Garmisch keine Camps von Demonstrierenden zuzulassen. Das hat beim Bündnis Stop G7 heftige Kritik hervorgerufen. Warum das Innenministeriums keine Camps zulassen möchte, das haben wir Benjamin Ruß gefragt. Er ist Pressesprecher von Stop G7. (Ankündigung des Senders)

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Interview auf Radio Z, 23.9.2014 https://www.stop-g7-elmau.info/2014/10/07/interview-auf-radio-z-23-9-2014/ Mon, 06 Oct 2014 22:25:12 +0000 http://www.jpberlin.de/www.stop-g7-elmau.info/wordpress/?p=53 Inhaltsangabe des Senders: An einem abgelegenen, hochherrschaftlichen Ort wird nächstes Jahr Anfang Juni der G7-Gipfel stattfinden: Das Tagungshotel Schloss Elmau liegt am Rande der Alpen, in Oberbayern, zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald. Kein einfacher Ort um das Gipfeltreffen mit massenhaften Protesten zu stören. Dennoch bereiten Gipfelgegner_innen Demonstrationen, Kundgebungen und eine Gegenkonferenz vor um gegen Aus­beu­tung, Krie­ge und Um­welt­zer­stö­rung zu protestieren. Am Wochenende fand dazu in München eine erste Aktionskonferenz statt, wir sprachen mit dem Aktivisten Benjamin Ruß.

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